Stellungnahme der Mitgliederversammlung der Deutschen Seemannsmission vom 24.04.2015 zur Situation von Seeleuten auf Grund der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer.

Nie mehr über Kinderrucksäcke fahren

In der täglichen Arbeit begegnen den Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission immer wieder Seeleute, die durch die Flüchtlingstragödien im Mittelmeer besonders belastet sind.

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Seemannsmission fordert, die aktuelle Flüchtlingsproblematik im Mittelmeer nicht auf dem Rücken der Seeleute auszutragen.

Besatzungsmitglieder berichten immer wieder von persönlichen Habseligkeiten und Leichen, die im Mittelmeer treiben. Immer wieder müssen sie Menschen von Flüchtlingsbooten bergen. Das ist für Seeleute eine selbstverständliche humanitäre Aufgabe. Sie werden meist beim Umgang mit diesen belastenden Erlebnissen und deren Verarbeitung alleine gelassen.

Inzwischen haben Seeleute der Handelsschifffahrt schon mehr als 5000 Flüchtlinge gerettet.

Die DSM fordert: „Seht, was die Seeleute im Mittelmeer tun!“ Viel zu oft werden sie mit unvorstellbaren Erlebnissen konfrontiert. Kaum einer nimmt das wahr. Ein Seemann sagte zu einer Mitarbeiterin der DSM: “Ich möchte nie mehr mit meinem Schiff über Kinderrucksäcke fahren müssen.“

Seeleute und die DSM stellen die Frage, warum bis zum heutigen Tag keine adäquate Antwort der Politik zur Todesfalle Mittelmeer gefunden wurde.

 

 

news wahl mv 2015"Bischöfin der Seeleute" Heike Proske im Amt bestätigt

Bad Bederkesa, Bremen (epd). Pastorin Heike Proske (53) führt als Generalsekretärin weiterhin die Geschäfte der Deutschen Seemannsmission, die mit Seelsorge und sozialen Hilfen Seeleuten aus aller Welt zur Seite steht. Am Freitag wurde die leitende evangelische Theologin von der Mitgliederversammlung der Deutschen Seemannsmission im niedersächsischen Bad Bederkesa für weitere sechs Jahre in ihrem Amt als "Bischöfin der Seeleute" mit Dienstsitz in Bremen bestätigt.

Als erste Frau in der mehr als 150-jährigen Tradition der Deutschen Seemannsmission übernahm Proske Mitte 2009 das Amt der Generalsekretärin. Zum Präsidenten der Organisation wählte die Versammlung in Bad Bederkesa den ehemaligen Hamburger Propst Jürgen Bollmann (67). Als Vizepräsident hatte Bollmann das Amt bereits seit Mitte 2013 ausgefüllt, weil die damalige Präsidentin Margit Wetzel zurückgetreten war.

Eine "Störung in der Kommunikation" mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) habe sie zu dem Schritt veranlasst, hieß es damals in einer Mitteilung des Vorstandes. Zum neuen Vizepräsidenten bestimmte die Mitgliederversammlung  Uwe Michelsen (67), ebenfalls aus Hamburg. Michelsen ist Theologe und Journalist und Mitglied des Rates der EKD.

Foto: Vizepräsident Uwe Michelsen (Mitglied des Rates der EKD), Generalsekretärin Heike Proske, Präsident Propst i.R. Jürgen F. Bollmann

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»Der verantwortliche Seemann wird unter Druck gesetzt«

Die Reederei Hapag-Lloyd fordert ihre Kapitäne auf, bei Seenotfällen besser auf Distanz zu bleiben. Ein Gespräch mit Heike Proske

Interview: Burkhard Ilschner

Sie kennen das Rundschreiben, in dem Hapag-Lloyd seine Kapitäne verklausuliert auffordert, bei Sichtung von Flüchtlingsbooten nicht so genau hinzuschauen – was empfinden Sie angesichts solcher Botschaften?

Aufmerksamkeit ist auf See nicht einfach nur selbstverständlich, sondern überlebensnotwendig. Wird diese Aufmerksamkeit durch verordnete Vorsicht eingeschränkt, geht es an die Grundlagen des Überlebens: Denn wer wüsste es besser als Seeleute, dass sie selbst in Seenot geraten können und dann selbstverständlich ohne Verzögerung gerettet werden wollen und müssen.

Gesamten Artikel auf jungewelt.de lesen

  

 

Matrosen können nicht Mare Nostrum ersetzen

Interview von Domradio.de mit Seemannsdiakon Folkert Janssen, Rostock

Immer öfter kommen Seeleute, die Frachtgüter befördern, mit Flüchtlingen in Seenot in Berührung. Folkert Janssen ist Leiter der deutschen Seemannsmission. Im Interview mit dem Kölner Domradio erklärt er, dass es nicht nur seemännische Pflicht, sondern auch Tugend sei, Menschen in Seenot zur Hilfe zu eilen. „Seeleute sind da relativ professionell. Die wissen genau, was die Leute brauchen. Sie haben auch eine entsprechende Notausrüstung an Bord, so dass geholfen werden kann.

Gesamten Artikel von domradio.de (bei Radio Vatican) lesen

  

 

Flüchtlingsdrama lässt Seeleute verzweifeln

"Sie sehen Leichen im Wasser treiben und machen sich Vorwürfe, weil sie nicht helfen konnten", sagte der 56-jährige Seemannsdiakon Markus Schildhauer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es lasse manche auch verzweifeln. Schildhauer ist Seelsorger der Seemannsmission aus der ägyptischen Hafenstadt Alexandria und derzeit bei einer Mitgliederversammlung der evangelischen Organisation im niedersächsischen Bad Bederkesa.

Gesamten Artikel auf evangelisch.de lesen

  

 

Überfordert vom Tod an Bord

Der Druck und die Angst nehmen zu: Immer mehr Handelsschiffe müssen Flüchtlinge aus dem Mittelmeer fischen. Die Reeder fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.  

von 

Wenn man das Video ansieht, fällt es schwer, unberührt zu bleiben. Man sieht Kapitän Joshua Bhatt auf der CS Caprice, wie er auf der Brücke seines Schüttgutfrachters steht und per Funk auf einen Schleuserkapitän einredet.

Gesamten Artikel auf zeit.de lesen
 

Boat Peoplen SeaReeder zur Flüchtlingskatastrophe:
"Es ist grausam"

Ein Interview von Ansgar Siemens

Wenn Flüchtlingsboote im Mittelmeer kentern, werden oft auch deutsche Schiffe zu Hilfe gerufen. Nach der jüngsten Katastrophe schildert der Hamburger Reeder Opielok unfassbare Zustände - und attackiert die EU.

Das Interview bei Spiegel Online lesen

  

 

logo itfITF Joins US Coastguard Shore Leave Debate

The ITF (International Transport Workers' Federation), a member of ISWAN, has submitted a deposition to the US Coast Guard's consultation on seafarers' access to maritime facilities – the Notice of Proposed Rule Making. The submission supports the USCG's efforts to improve the shore leave/access situation for seafarers while upholding the nation's security needs.
27/02/2015
Submissions have been made from across the industry, including from the AMO, MM&P, MEBA and SIU trade unions, the Chamber of Shipping of America and the seafarers' welfare organisations.

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Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!

Matthäus 27,54 (Lutherbibel)

frestmachen 2015 04 thumb200

Heute ist die Maschine seit sechs Tagen spurlos verschwunden. In meiner Tageszeitung ein ergreifendes Foto mit der Überschrift „Letzte Hoffnung“

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