piraeus fluechtlingeSeeleute bleiben mit Flüchtlingsleid allein Retten und weiter

Die humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer hat ihren Höhepunkt offenbar noch nicht erreicht. Mit domradio.de spricht Seemannsdiakonin Reinhild Dehning über die Seeleute. Sie sind oft die ersten Helfer auf offenem Meer.

domradio.de: Die Mission ist für alle Seeleute offen. Wer steht da bei Ihnen in der Tür?

Reinhild Dehning (Seemannsdiakonin im Hafen von Piräus, Griechenland): Es kommen eigentlich alle Seeleute - egal welcher Nationalität und welcher Religion. Da wir hier in Piräus die einzige Seemannsmission sind, auch die einzige Seemannsmission in Gesamtgriechenland laden wir alle zu uns ein und wir gehen auch zu allen Seeleuten auf die Schiffe.

domradio.de: Wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Bekommen die Leute einen Kaffee und dann sagen sie, welche Probleme sie haben?

Dehning: Meistens gehen wir eher direkt auf die Schiffe, weil sie wirklich ganz oft gar keine Zeit haben vom Schiff lange herunter zu gehen. Wir gehen also an Bord. Wir bekommen von ihnen oftmals den Kaffee, dann setzt man sich hin und schaut, wer Zeit und wer Luft zum Gespräch hat.

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Seemannsmission Bremerhaven:
Ein Stück Heimat in der Fremde

Die Seemannsmission in Bremerhaven bekam im vergangenen Jahr das Prädikat „weltbester Seemannsclub“ verliehen – ein Besuch vor Ort.

„It‘s open?“ „Yeah, come in.“ Eigentlich ist es noch zu früh. Aber der Seemannsclub Welcome in Bremerhaven kann gar nicht früh genug aufmachen. Schon eine Viertelstunde vor der offiziellen Öffnungszeit um 15 Uhr stehen die ersten Seeleute vor der Tür. Pastor Werner Gerke, der heute hier Dienst hat, ist mit den Vorbereitungen noch nicht fertig, aber immerhin ist die erste Kanne Kaffee schon gekocht.

„Where is my friend from yesterday“, fragt der farbige Seemann und schielt über den Tresen nach dem jungen Freiwilligen, der gestern hier Dienst hatte. „He is sick“, erklärt Gerke, der junge Mann hat nach einer Impfung über Nacht Fieber bekommen. Aber auch die anderen Mitarbeiter in den einladenden Räumen mitten im Containerhafen sind den Gästen recht.

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rostock marinesoftGeschenke zum Firmenjubiläum kommen Seemannsmission zugute

Geschäftsbereichsleiter Dr. Volker Köhler übergab eine 1000,00 € Spende an Seemannsdiakon Folkert J. Janssen von der Seemannsmission Rostock e.V.. Der Rotary Club in Heiligendamm hatte das beim der MarineSoft-Jubiläum gesammelte Geld aufgestockt und damit die Spende einer runden Summe ermöglicht.

Diakon Janssen nahm die Zuwendung mit großer Freude entgegen und betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, die Jubiläumsfeier eines Unternehmens für eine Spendensammlung zu nutzen.

 

fisheries bookSRI and ITF back new book on plight of fishers

Seafarers’ Rights International (SRI) and the International Transport Workers’ Federation (ITF) are backing a new book on the plight of fishers that is due for publication tomorrow, Thursday 30 July.

Fishers and Plunderers; Theft, Slavery and Violence at Sea, published by Pluto Press, explores the dark side of the global fishing industry – including exploitation, child labour, murder and human trafficking. It has been written with the active cooperation of the ITF and SRI.

Written by Alastair Couper, Hance D Smith and Bruno Ciceri, the book carries out a wide ranging analysis of the industry, and reinforces the ITF and SRI’s position that:

Fishers throughout the world pay the price for the economic and environmental pressures faced by today’s fishing industry.

Greater competition and deregulation, including the use of flags of convenience, are squeezing fishers’ wages and conditions.

Overcapacity of fishing fleets and destructive fishing practices are depleting fish stocks, in turn increasing economic pressures on the industry.

The fishing profession is the most dangerous in the world, and contrary to other sectors it is becoming more hazardous. In the United Kingdom, for example, the fatal accident rate for the fishing industry was 115 times higher than that of the overall workforce in 1996-2005.

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Kreuzfahrt in die Realität

Das Künstlerkollektiv Geheimagentur erkundet den Hamburger Hafen.

Ein interessanter Artikel des "Kultur-Spiegels" 08/2015. Auch online lesbar

  

 

Kiel: kiel loung 2015Ein Stück Heimat in der "Seafarers Lounge"

von Rebekka Merholz

Männer in weißen Overalls sitzen mit ihren Laptops an einem Tisch und skypen, andere trinken einen Kaffee und unterhalten sich. Immer wieder geht die Tür auf und neue Seeleute kommen rein. Gerade liegen vier große Schiffe im Kieler Hafen: "AIDAara", "MSC Orchestra", "Mein Schiff 4" und die "Costa Pacifica" "An solchen Tagen ist hier der Bär los, da kommen über den Tag verteilt bis zu 600 Besatzungsmitglieder", freut sich Guido Spanke. Seit einem Jahr leitet er zusammen mit seiner Frau die "Seafarers Lounge" am Ostseekai, eine Anlaufstelle für die Besatzungsmitglieder der Kreuzfahrtschiffe.

Gesamten Artikel auf ndr.de lesen
 

stadt dratzSeemannsclub in Stade sucht Ehrenamtliche

Seit Winter unterstützt Gisela Drafz das Team

Der Seemannsclub "Oase" in Stade-Bützfleth der Deutschen Seemannsmission sucht ständig engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter. Eine von ihnen ist Gisela Drafz (71, Foto), die seit Winter dabei ist. Die Witwe kennt die Situation der Seeleute gut: Ihr verstorbener Ehemann fuhr als Kapitän zur See.

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Foto: DSM Stade-Bützleth
Text: Thorsten Penz
 

rost sds 2015Doppeljubiläum in Rostock
25. Hanse Sail - 25. Seefahrergottesdienst

Wenn am Finaltag der 25. Hanse Sail die Harmonien der Glocken vom Turm der Evangelisch-Lutherischen Kirche über Warnemünde wehen, so könnte ein versonnener Spaziergänger denken, die Tonstufen klingen doch irgendwie anders als an üblichen Sonntagen. Es sind „eingeweihte Hörer” die solche stillen Monologe führen. Aber wer immer am 9. August 2015 gegen 10.00 Uhr im Zentrum des Seebades unterwegs ist, darf sich auch spontan eingeladen fühlen, sofern das nicht schon durch die allerorts ausgehängten Poster geschehen ist. Der 25. Seefahrergottesdienst zur Jubiläums-Sail lädt als offizielle, aber zutiefst öffentliche Veranstaltung unserer Festtage der internationalen Traditions-Segler-Gemeinschaft, jeden Gast ein. Ob von Bord, als Urlauber, Tagesgast oder beständiger Kirchgänger: Vermutlich werden erneut 300 bis 400 Menschen in der Kirche, für einen langen und besinnlichen Augenblick von rund 80 Minuten, sich als eine Gemeinde verbunden fühlen, lnnehalten. Stille selbst während der Musik und den wohl gesetzten Worten der Redner und ihren Botschaften empfangen. Es ist bei dieser Feierstunde völlig egal, wer an was glaubt oder nicht glaubt, wer woher kommt oder welchen Rang er im Leben einnimmt.

Die Predigt hält Pastor Dr. Jürgen Kehnscherper, Regionalleiter in Mecklenburg-Vorpommern für den kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt.

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